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Ausbildung als Basis der Befugnis

Andreas Hawlik

FOKUS architektur ist sich bewusst, dass die Ausbildung nachgeschärft werden muss

Immer öfter übernehmen Totalunternehmer Leistungen, die das Umsatzfeld von Architektinnen und Architekten schmälern. Und oft sind die Betroffenen Planerinnen und Planer darüber gar nicht so unglücklich, da sie möglicherweise auf Grund ihres noch jungen Berufsalters weder über ausreichend Erfahrung noch über eine solide technische Ausbildung verfügen. Dieses Architektenbild grassiert immer öfter unter professionellen Bauherren und wird von den großen Baufirmen als Schreckgespenst heraufbeschworen.

Leider stellen auch wir bei der Suche nach Mitarbeitern fest, dass dieses Bild offenbar mehr als nur ein Klischee ist.

Die universitäre Ausbildung ist die Basis unserer Kompetenz und Befugnis. Tatsächlich ist die Lehre an Österreichs Universitäten jedoch praxisfremd und mangelhaft. Vermittelt wird ein weltfremdes Berufsbild, die Ausbildung entspricht nicht den realen Bedürfnissen.

Ziel des Studiums darf nicht nur das Schönpräsentieren sein, sondern das Bewusstsein für das technisch, rechtlich, wirtschaftlich und auch zeitlich Mögliche.

„Gott steckt im Detail“ – das will gelehrt sein! Mit der momentanen Ausbildung bleibt es aber beim Teufel.

Der status quo ist befugnisgefährdend!

Folgende Kompetenzen sind gefordert:

  • Einwandfreies technisches Zeichnen mit richtiger Plandarstellung
  • Technisches Wissen Baukonstruktion
  • Handwerkliches Grundverständnis
  • Baurechtlliches Wissen (OIB, Bauordnung, wesentliche Normen)
  • Gespür für das Gestalten von Details
  • Grundsätze der Baudurchführung

Die universitäre Lehre muss auf das Wissen eines Maturanten abgestimmt sein:

  • Verstärkung des Schwerpunkts Baukonstruktion im Bachelor-Studium
  • Baupraktikum verpflichtend
  • Büropratikum verpflichtend
  • Das Abwählen von Kernthemen darf nicht zulässig sein
  • Tatsächliches Leistungsbild im Beruf muss Leitlinie der Ausbildung sein

Die derzeitige Situation der Ausbildung erzeugt nicht die Kompetenz, die im Berufsleben von einem Architekten verlangt wird.

Klasse statt Masse muss das Ziel sein, um unseren Ruf und die Wertschätzung wieder aufzuwerten.

Wir werden uns für die Verbesserung der Ausbildung einsetzen!

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