UNSERE INHALTE 2018


Baurecht in Wien

Wer von uns kann heute spontan so manche einfache baurechtliche Frage beantworten, ohne seine ständig digital mitgeführte Bibliothek?

Abgesehen von den  für die Planung und die Bauausführung geltenden Gesetzen und die für Wien geltenden OIB-Richtlinien 1-6 (RL1, 2, 2.1, 2.2, 2.3, 3, 4, 5, 6, (9 Stk) mit Leitfäden, Begriffsbestimmungen und zitierten Normen (6 Stk)  insgesamt 15 Stück) und der dazu notwendigen Erläuterungen (9Stk) kann man sich derzeit über 30 Richtlinien mit Rechtscharakter auf der Downloadseite der Wiener Baupolizei abrufen (die zusätzlichen 20 Merkblätter oder Erläuterungen, die eine Hilfestellung für den Planer sein sollen und es auch tatsächlich sind, nicht mit eingerechnet).

Die OIB-Richtlinien zitieren 18 Normen, verweisen aber im Text auf noch viel mehr.

Geschätzt wird ein Bedarf an Normen von 200 Stück pro Ziviltechniker, Tendenz aber stark steigend.

Ganz zu schweigen von der Vielzahl der für Ziviltechniker zugänglichen „internen Weisungen“ der Baupolizei auf der Kammerseite.

Ich beanstande keineswegs den sehr komplexen rechtlichen und technischen Rahmen unseres Geschäftes, wir sind hoch gebildet, uns ist vieles zumutbar.

Aber wird hier nicht schon die Kompetenz der Architekten untergraben?

Ein gewissenhafter Planer verstrickt sich in Satzinterpretationen und Wortklauberei und ist damit so beschäftigt, sich Klarsicht in widersprüchlichen nicht nachvollziehbaren Textteilen von nicht aufeinander abgestimmten Regelwerken zu verschaffen, dass er vielleicht den Sinn dahinter nicht verfolgen kann!

Tatsache ist, dass sich die Bauverfahren in die Länge ziehen. In den einzelnen Gebietsgruppen wird jetzt je ein Experte pro Fachbereich ausgebildet, da es offensichtlich dem einzelnen Baupolizisten nicht mehr zumutbar ist, sich die amtsachverständige Kompetenz im Bereich Brandschutz, Nutzungssicherheit, Barrierefreiheit, … anzueignen.

Die ureigene Aufgabe der Kammer und seiner Mitglieder ist es bei der Erstellung der Normen oder mit Kritik an den Richtlinien und Gesetze mitzuwirken.

Das sachverständige Know-How, das umfassende Wissen in einander verflochtener Bereiche, die Praxis und Erfahrung (Durchführbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Gestaltbarkeit, etc) unserer Kollegen soll unverzichtbarer Bestandteil bei der Erstellung der Regelwerke sein!

FOKUS:ARCHITEKTUR bietet sich an, an der Entflechtung, an der Strukturierung, der Reduzierung auf das Wesentliche  und der Setzung klarer wirtschaftlicher und umsetzbarer Ziele mit zu wirken.

Die ehrenamtliche Arbeit, die schon jetzt in vielen Ausschüssen (Jour Fix Barrierefreiheit, Dialogforum für Brandschutz, etc…) gemeinsam mit Vertretern der Behörde und Spezialisten passiert, soll auf alle Teilgebiete erweitert werden.

Unser Ziel ist es die Kompetenz der Architekten zu stärken!

Den kreativen Gestaltungsraum zu erweitern!

Wir wollen architektonische Werke umsetzten und nicht nur Paragraphen!

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1 Kommentar zu „Baurecht in Wien“

  1. Michael sagt:

    There are some interesting closing dates on this article however

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