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Wir brauchen einen WBA „neu“

Serge Bukor

FOKUS architektur bekennt sich zum Wettbewerbswesen, aber man muss es wieder besser machen. Meine Sichtweise.

Fairer Zugang zu öffentlich vergebenen Planungsaufgaben muß für alle Kammermitglieder sichergestellt werden, was in Zeiten von stetig zunehmenden Einschränkungen durch vergebende Stellen ein hoher Anspruch ist. Diesem Anspruch kann nur eine professionelle Ausschussarbeit gerecht werden, welche die standespolitischen Anliegen im Bereich des Wettbewerbs- und Vergabewesens durch Kooperation und Beratung öffentlicher Auftraggeber konsistent umsetzt.

Persönliche Eitelkeiten sollten – wenn überhaupt – im privaten Rahmen ausgelebt werden, da sie für eine sachliche und konstruktive Arbeit hinderlich sind. Zentralistische Machtspiele konterkarieren eine produktive und motivierende – ehrenamtliche – Arbeit. Die Liste Fokus und die ehemaligen Liste JA hat in der abgelaufenen Periode und auch davor stets sachlich und listenübergreifend gearbeitet um die bestmöglichen Resultate zu erzielen. Wir wollen diese Arbeit gerne fortsetzen und das wichtige und schwierige Wettbewerbswesen für die gesamte Berufsgruppe sinnvoll gestalten.

Der Wettbewerbsausschuss ist einer der zentralen Ausschüsse der Kammer, weil im Zuge der Ausschussarbeit und der Betreuung von Verfahren viel Öffentlichkeitsarbeit erledigt wird.

Die Abwendung von der listenübergreifenden Ausschussarbeit hin zu einer zentralistisch organisierten Entscheidungstätigkeit durch stimmenstärkste Gruppe hat dazu geführt, daß der Ausschuss defakto seiner Aufgabe entzogen wurde und die, dem Ausschuss durch den Sektionsvorstand zugewiesene, strategische Arbeit mangels Weisungskompetenz nur als Feigenblatt bezeichnet werden kann.

Dazu kommt eine extrem hohe Personalfluktuation innerhalb der Listen, die darin gipfelte, einen unerfahrenen Kollegen zum Ausschussvorsitzenden zu nominieren, der Dank Clubzwang dann auch gewählt wurde.

Leider, muß ich sagen, ist das ehrenamtliche Arbeiten unter solchen Umständen nicht nur absurd, sondern vor allem schade. Sachlichkeit und Umsetzen des kammerinternen Regelwerkes „Wettbewerbsstandard Architektur“, kurz „WSA“ sollte im Vordergrund stehen, neben der laufenden Notwendigkeit einer Erneuerung bzw. Anpassung.

Aufgaben die wir uns für die kommende Periode im Wettbewerbsausschuss vornehmen:

-        Rückführung der Entscheidungskompetenz zu Wettbewerbskooperationen vom zentralistisch geführten Kooperationsausschuss
-        Rückführung der Verfahrensbetreuung durch den Wettbewerbsausschuss
-        Überarbeitung des Wettbewerbsstandards Architektur (2010) mit Festlegung der Regelwerke für neue Verfahren
-        Strategische Überlegungen zu Wettbewerbsformen und möglichen Regulativen im Interesse der Berufsgruppe
-        Klares Profil nach Außen
-        konsistente Umsetzung der Vorgaben durch den Sektionsausschuss, unabhängig von Listenzugehörigkeit
-        Beratung von öffentlichen AGs im Vorfeld von Ausschreibungen
-        JurorInnentätigkeit für Ausschussmitglieder
-        Stärkere Einbindung der LandschaftsplanerInnen
-        Förderung von spezifischen Expertisen in unterschiedlichen Wettbewerbsverfahren
-        Gewährleistung der Transparenz durch listenübergreifendes 4-Augenprinzip und kompetenten Ausschussvorsitz

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